Die genauen Ursachen der Parkinson-Erkrankung sind bis heute nicht vollständig geklärt. Nur bei wenigen Betroffenen lässt sich die Erkrankung eindeutig auf genetische Veränderungen zurückführen. In den meisten Fällen entsteht Parkinson durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren. Neben einer gewissen erblichen Veranlagung spielen vermutlich auch Umwelteinflüsse, etwa Schadstoffe, eine Rolle.
Parkinson verläuft bei jedem Menschen unterschiedlich. Häufige Beschwerden sind verlangsamte Bewegungen, Zittern und Muskelsteifheit. Im weiteren Verlauf können auch Konzentrationsprobleme, Gedächtnisstörungen oder depressive Verstimmungen auftreten. Diese Vielfalt erklärt, warum man manchmal eher von einem Parkinson-Syndrom spricht.
Die Symptome entstehen, weil Nervenzellen im Gehirn nicht mehr richtig miteinander kommunizieren. Dafür sind sogenannte Botenstoffe verantwortlich. Einer der wichtigsten ist Dopamin, das unter anderem Bewegungen steuert. Bei Parkinson wird zu wenig Dopamin gebildet – dadurch kommt es zu den typischen Beschwerden.
Erste Anzeichen treten oft erst auf, wenn bereits ein großer Teil der betroffenen Nervenzellen geschädigt ist. Lange Zeit ging man davon aus, dass vor allem eine bestimmte Region im Gehirn betroffen ist. Heute weiß man, dass auch andere Bereiche und sogar das Nervensystem außerhalb des Gehirns beteiligt sein können.
Ein weiteres Merkmal der Erkrankung sind Eiweißablagerungen in Nervenzellen, sogenannte Lewy-Körper. Diese finden sich nicht nur im Gehirn, sondern auch in anderen Bereichen des Körpers, zum Beispiel im Verdauungstrakt. Welche Rolle sie genau spielen, ist noch nicht abschließend geklärt.
Insgesamt ist Parkinson eine komplexe Erkrankung, die bei jedem Menschen unterschiedlich verläuft. Die Forschung arbeitet intensiv daran, die Ursachen besser zu verstehen und neue Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.