Ausflug nach Kirchheim mit Stadtführung
Wegen Regen und Kälte mussten mehrere Parkinsonleute absagen. Nach dem Gruppenbild mit Andreas Kenner, der auch unser Schirmherr ist, konnte die Stadtführung beginnen.
Bereits 960 wurde Kirchheim durch den Bischof von Chur erwähnt. Auf dem Marktplatz stand ursprünglich das Rathaus. Beim großen Stadtbrand vom 3.8.1690, der 3 Tage lang innerhalb der 3,5 km langen Stadtmauer wütete, wurden 247 Häuser zerstört. Bereits 2 Jahre später hatten die 3000 Einwohner ihre Wohngebäude wieder aufgebaut. Die Straßen waren breiter und das Gesamtbild großzügiger. Um eine ähnliche Brandkatastrophe zu verhindern, wurde das Stadtzentrum innerhalb der Stadtmauern in vier Quartiere eingeteilt. Nach den Wohnhäusern kamen die Wirtschaften, damit die Männer ihren Durst stillen konnten. 1693 waren die Häuser fertiggestellt, alle von einem Baumeister.
Auf dem Weg zum Schloss macht uns Andreas Kenner auf die Kopfsteine aufmerksam. Für Rollatoren wurden ebenere Platten verlegt. Das Kirchheimer Schloss war vorwiegend von Herzogs-Witwen bewohnt. Nach Franziska von Hohenheim hat Henriette von Württemberg mit ihrer Familie im Schloss gelebt. 40 Jahre lang war sie als Gründerin für Schulen und Vereine sozial tätig. – Das gegenüberliegende alte Forsthaus ist heute im Privatbesitz.
Im heutigen Max-Eyth-Haus war früher die Lateinschule, auch die Lateinlehrer wohnten darin mit ihren Familien. 1836 wurde der Lehrersohn Max Eyth geboren, der weltweit als Ingenieur und Dichter anerkannt war.
Nach der Führung gab es im Waldhorn Pizza. Gefeiert wurde das zehnte Zusammentreffen mit Andreas Kenner. Zum Abschluss wurde noch zum nächsten Treffen am 23.10. mit Dr. Mauz eingeladen.