Was ist Parkinson
Die Parkinson-Krankheit ist eine chronische, fortschreitende Erkrankung, die eine dem individuellen Krankheitsverlauf angepasste Behandlung durch einen erfahrenen Arzt erfordert. Die heute zur Verfügung stehenden medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten haben im Verbund mit nichtmedikamentösen Therapiemaßnahmen nicht nur die Lebensqualität, sondern die Lebenserwartung der Parkinson-Patienten entscheidend verbessert. Hilfe zur Selbsthilfe setzt voraus, dass Sie als Betroffene/Betroffener und die Ihnen nahestehenden Personen über die Art, den Verlauf und die Therapiemöglichkeiten Ihrer besonderen Parkinson-Krankheit informiert sind. So werden Sie die Ein- und Umstellungsstrategien Ihres Arztes bei der medikamentösen Behandlung besser nachvollziehen können. Sie werden verstehen, dass die für Sie optimale nicht immer die maximale Medikamentendosierung ist, die zum erhofften und länger anhaltenden Therapieerfolg führt.
Wieviel Parkinsonkranke gibt es ?
Die Parkinson-Krankeit gehört zu den häufigsten neurologischen Krankheitsbildern. Da die Parkinson-Krankheit weder durch eine Blutuntersuchung noch durch andere apparative Methoden nachweisbar oder beweisbar ist, müssen sich die Zahlenangaben auf ärztliche Diagnosen beschränken und unterliegen einer breiten Streuung. Die Krankheitszeichen beginnen schleichend. Der Behandlungserfolg mit dem Medikament L-Dopa gilt heute als wichtiges diagnostisches Kriterium. Nach verschiedenen Untersuchungen und Hochrechnungen rechnet man mit etwa 200.000 - 300.000 Parkinson-Kranken in der BRD. Die Erkrankungshäufigkeit steigt mit zunehmenden Alter und wird aufgrund der zu erwartenden Altersentwicklung weiter zunehmen: 10% der Patienten erkranken vor dem 40. Lebensjahr, 30% vor dem 50. Lebensjahr und 40% zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. In der Altersgruppe der über 65 jährigen ist durchschnittlich jede 100. Person ein Parkinsonkranker. Die Neuerkrankungen pro Jahr werden mit 10 auf 100.000 Einwohner angegeben.
Gibt es eine Geschlechtsbevorzugung ?
Obwohl in zahlreichen Untersuchungen Männer etwas häufiger als Frauen betroffen waren, scheint nach neueren Erhebungen keine Bevorzugung eines Geschlechts zu bestehen. Bei Männern wird möglicherweise die Krankheit früher diagnostiziert, wenn motorische Probleme die beruflichen Leistungen mindern. Da Frauen durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung haben, ist im höheren Alter ein Überwiegen weiblicher Parkinsonpatienten zu erwarten.
Welche Lebenserwartung haben Parkinsonkranke ?
Mit Einführung der modernen medikamentösen Parkinson-Therapie hat sich die Lebenserwartung bei Parkinson-Patienten deutlich verbessert. Vor der Einführung der L-Dopa-Therapie war die Sterblichkeit bei Parkinson-Patienten fast dreimal so hoch wie in der entsprechenden Altersgruppe.
Welches sind die typischen Krankheitszeichen der Parkinsonkrankheit ?
Die vollausgebildete Parkinson-Krankheit zeigt so typische Krankheitszeichen (Symptome), dass ihre Erkennung für den Arzt kaum Probleme bietet. Das Bild ist geprägt durch die Hauptsymptome
Akinese, Rigor, Tremor und Störung der Gang- und Standstabilität (posturale Instabilität mit Neigung zu Stürzen).
Hauptsymptome der Parkinson-Krankheit.
Akinese (verlangsamte und verminderte Bewegung)
Tremor (Zittern)
Rigor (Muskelsteifigkeit)
Störung der Gang- und Standstabilität