Nachlese
Unter dieser Rubrik finden Sie Eindrücke von Teilnehmern unserer Aktivitäten
Ausflug der „Parkinson Selbsthilfegruppe Nahetal" am Fr. 06.06.2025 (von Rolf Hupperth)
Am 06.06.2025 sind wir um 8:00 Uhr auf der Pfingstwiese in Bad Kreuznach mit einem Bus
des Busunternehmens „Westrich“ gestartet. Gegen 9:45 Uhr kommen wir am Parkplatz
Maria Laach vorbei. Bei der Anfahrt hatte der Busfahrer wohl den Hinweis zum Parkplatz
Maria Laach übersehen. Er fuhr einige km weiter, an einer Straßengabelung stellte er an
der Beschilderung fest, dass er den Bus wenden und wieder einige km zurückfahren muss.
Nachstehend in Kürze die wichtigsten Daten über Maria Laach und die nähere
Umgebung:
Unweit des Klosters Maria Laach befindet sich der Laacher See. Es ist mit 3,3 km² Größe
und einer maximalen Tiefe von 51 m der größte See in Rheinland-Pfalz. Er entstand in der
Caldera des Laacher Vulkans, die Entstehung wurde nach dessen letzter Eruption im Jahre
11.056 vor Christus datiert.
Am Ufer des Laacher Sees siedelte sich im 11. Jahrhundert die Benediktinerabtei Maria
Laach an. Der Sarkophag des Gründers (Heinrich II) von Laach befindet sich im Langhaus
der Klosterkirche. 1863 fand die Wiedergründung des Klosters statt.
Das Kloster ist ein bedeutendes Gebäude der romanischen Baukunst und beherbergt
mehrere Klosterbetriebe. Die sechstürmige Klosterkirche gilt als eines der schönsten
Denkmäler der romanischen Baukunst aus der Salierzeit in Deutschland.
In wenigen Minuten traf sich unsere Gruppe an einer Engelskulptur. Hier wartete bereits
ein Mitarbeiter der Klosterverwaltung, um uns in einer gebuchten Führung
Sehenswürdigkeiten und einiges Wissenswerte über die Benediktiner Abtei Maria Laach zu
vermitteln.
Wir werden in ein Nebengebäude geleitet und kommen in einen größeren Raum mit
großen Figuren der Laacher Geschichte an den Wänden. Hier wurde uns einiges über die
Geschichte der Benediktinerabtei Maria Laach vermittelt.
Als nächstes kommen wir zur alten Klosterbibliothek. In dem interessanten Raum mit
großartigen gusseisernen Treppen und Holzbrüstungen sind heute 80.000 Bücher
untergebracht. Weitere 200.000 Bücher und Schriften befinden sich in der neuen
Bibliothek. Diese wurde 2013 im ehemaligen Kuhstall errichtet.
Wir betreten auf der Westseite der Benediktinerabtei ein vorgelagertes Atrium, das
sogenanntes Paradies. In der Mitte ist ein kleiner viereckiger Garten angelegt, in dessen
Zentrum ein steinerner sprudelnder Löwenbrunnen zu sehen ist. Dieser wurde 1928
errichtet. Vorbild war der Löwenbrunnen in der Alhambra bei Granada in Spanien.
Wir kommen ins Innere der Abteikirche. Die typisch romanische Anlage besteht aus einem
dreischiffigen Langhaus, einem Querschiff, das sich im rechten Winkel zum Langhaus
erstreckt und eine Kreuzform bildet. Im östlichen Teil der Kirche befindet sich der Chor, der
den Altarraum enthält und mit einer halbrunden Apsis abschließt. Imposant ist das große
Mosaikbild im Chorraum der Apsis. Es zeigt Christus, der über allem tront.
Am Ende des linken Langhauses führt eine Treppe hinunter zur Krypta. Hier ruht unter
einer Mosaikplatte der erste Abt des Klosters (Gilbert gestorben 1152).
Die Abteikirche verfügt über zwei Orgeln, hierbei handelt es sich um die Hauptorgel an der Westempore
und die Chororgel an der Westwand des südlichen Querhauses.
Im Turm der Abtei hängen 12 Kirchenglocken, die größte Glocke von 1899 wiegt 4.864kg,
die kleinste Glocke von 1991 wiegt nur 146 kg.
Abschließend eine Anmerkung: 1933 wurde der Kölner Oberbürgermeister und spätere
Bundeskanzler Konrad Adenauer von den Nazis seines Amtes enthoben. Er fand für ein Jahr
Zuflucht im Kloster Maria Laach und lebte dort als „Bruder Konrad“.
Beeindruckt vom Gesehenen verlassen wir das Gotteshaus.
Nächster Punkt ist ein Rundgang durch die Klostergärtnerei. Freigelände und Gewächs-
häuser machen einen sehr gepflegten Eindruck. Hier findet man eine große Zahl von
Rosensorten, Gehölzen, Kräutern aus aller Welt sowie Blühpflanzen für innen und außen.
Es steht noch ein Besuch im Buchladen und im Klosterladen an.
Abschließend kommen wir zur Klostergaststätte. Die Mittagessen der Gruppe waren bereits
von Anette vorab bestellt worden. Ein Glas kühles Klosterbier war der krönende Abschluss.
In wenigen Minuten erreichen wir wieder unseren Bus. Gegen 14:00 Uhr beginnt die Fahrt
hinunter ins Moseltal. Um 14:45 Uhr treffen wir in Cochem ein. Die Stadt hat über 5.300
Einwohner und ist überwiegend vom Fremdenverkehr geprägt. Der Weinbau war in den
letzten Jahren stark rückläufig. Früher gab es in Cochem über einhundert Vollerwerbs-
Winzerbetriebe, heute liegt die Zahl unter 10 Betrieben.
Kurz nach 15:00 Uhr beginnen wir mit dem Schiff „Wappen von Cochem“ eine einstündige
Fahrt auf der Mosel, zunächst ein Stück stromabwärts. Wir kommen an dem Luxus-
Flussschiff „Amadeus Star“ vorbei, das heute in Cochem festgemacht hat. Das Schiff mit
einer Länge von 135 m Länge und einer Breite von 11,4 m fährt unter deutscher Flagge. 70
Kabinen und 12 Suiten stehen den max. 164 Passagieren zur Verfügung. Das Schiff fährt in
9 Tagen von Trier an der Mosel nach Passau an der Donau. Je nach gewählter Kabinen-
kategorie kostet die neuntägige Reise zwischen 1.459 und 3.719 Euro pro Person.
Nach ca. 20 Minuten wendet unser Schiff und wir fahren stromaufwärts. Wir kommen an
einigen schönen Fachwerkhäusern vorbei. Der Star von Cochem ist die hoch oben über der
Stadt befindliche Reichsburg Cochem. Die Burg wurde 1130 erstmals urkundlich erwähnt.
Französische Truppen zerstörten die Burg 1689. 1868 wurde sie wieder aufgebaut. Seit
1978 ist die Burg im Besitz der Stadt Cochem.
Nach weiteren 30 Minuten wendet das Schiff und fährt zurück zur Anlegestelle in Cochem.
Unsere Gruppe verlässt das Schiff, wir gehen zurück zu unserem Bus, der uns wieder zurück
nach Bad Kreuznach bringt.
Unser Dank gilt Anette und ihrem Team, die die heutige Reise so gut organisiert haben.
Fahrt zum Tag der offenen Tür der Gertrudis-Klinik Biskirchen (von Bernhard Westermann)
Am 28.06.2025 fand die Exkursion unserer Regionalgruppe Nahetal der deutschen Parkinson
Vereinigung (dPV) zur Gertrudis-klinik im Parkinson-Zentrum Biskirchen statt. Die Klinik hatte
Interessierte zum “Tag der offenen Tür“ eingeladen. Die Organisation auf unserer Seite erfolgte durch
Anette (Brettnacher) und ihr Helferteam.
Dass die Klinik diese Veranstaltung ernst nahm, konnte man schon daran erkennen, dass Besucher bei
der Ankunft von einem professionellen Moderatoren-Team begrüßt und in die wesentlichen Abläufe
eingeführt wurden. Warme und kalte Erfrischungsgetränke standen den ganzen Tag über zur
Verfügung. Auch gab es einen Mittagsimbiss und ein Stück Kuchen am Nachmittag.
Die Veranstaltung gliederte sich in verschiedene Vorträge zum Verlauf der Krankheit sowie zu
Maßnahmen zur Verbesserung des Verlaufs auf, an denen man ja nach Interesse teilnehmen konnte.
Zusätzlich bestand die Möglichkeit an Sprechstunden beteiligter Ärzt/innen teilzunehmen. Die von mir
besuchten Vorträge zeichneten sich durch hohe Kompetenz der Vortragenden aus.
Die Veranstaltung wurde durch eine Ausstellung mehrerer Fachfirmen begleitet. Die ausstellenden
Firmen deckten Themen von Arzneimitteln über Diagnose- und Medizinsystemen bis hin zur
Ernährungsberatung ab.
Aufschlussreich war auch eine Führung durch das Haus, die in kleinen Gruppen abgehalten wurde. Die
Klinik eignet sich u.a. für die Komplexbehandlung von Parkinson-Patienten. In der Regel beträgt die
Aufenthaltsdauer dafür 10 bis 18 Tage. Die Unterbringung erfolgt üblicher Weise im Zweibettzimmer,
wobei das zweite Bett auch durch eine Begleitperson gegen Zahlung eines Pauschalbetrags belegt
werden kann. Der Beitrag für die Begleitperson von z.Zt knapp 140 Euro / Tag beinhaltet Vollpension,
Zugang zur Badewelt und je nach zeitlicher Möglichkeit physikalische Anwendungen. Das Gelände
bietet zusätzlich Möglichkeiten zum gemütlichen Zusammensitzen, Tischtennis oder Boule spielen
sowie Zugang zu einem Minigolfplatz.
Alles in allem hat die Gertrudis-Klinik bei mir einen guten Eindruck hinterlassen und ich ziehe sie für
meine nächste Komplexbehandlung durchaus in Betracht.
Yoga auf dem Stuhl am 04.07.2025 (von Anette Brettnacher)
Beim Yoganachmittag mit Claudia Hoseus aus Monzingen zeigte die Trainerin im Entspannungs-, Fitness- und Gesundheitsbereich
Asanas (Yogaübungen), die uns das Leben mit Parkinson erleichtern können.
Entspannungsübungen zu Beginn und zum Ende der Yogastunde ließen mich das Bewusstsein für meinen Körper erlangen.
Atemübungen helfen Stress abzubauen und lassen mich den Alltag leichter bewältigen.
Beim Drehsitz wuchsen wir alle über uns hinaus. C. Hoseus ging dabei durch die Reihen und half uns, die beste Position zu finden.
Zum Ende des Yoganachmittags waren wir alle entspannt, aber auch begeistert!
Ich werde die Yogaübungen in meinen Tagesablauf einfügen!
Sommerfest in Langenlonsheim am 01.08.2025 (von Renate Venner)
„Marina, Marina,“
dieser altbekannte Schlager schallte am 1. August 2025 durch die Langenlonsheimer Gemarkung.
Anette Brettnacher, Gruppenleiterin der Regionalgruppe Nahetal der Deutschen Parkinson
Vereinigung und ihr Mann Edgar hatten zum Sommerfest der Regionalgruppe ihre Gitarren
mitgebracht. Sie animierten die Gruppe zum Mitsingen. Das trug wesentlich zur guten Stimmung
beim Sommerfest bei.
Ca. 30 Mitglieder der Regionalgruppe trafen sich an diesem Nachmittag auf dem Waldfestplatz der
Ortsgemeinde Langenlonsheim in der Nähe des Forsthauses zum Austausch, zum erzählen, singen,
essen und trinken. Es gab ein reichhaltiges Kuchenangebot – ein herzliches Dankeschön an alle
Bäckerinnen - und Grillwürstchen.
Auch das Wetter spielte mit, der angekündigte Regen blieb aus.
Bei der Verabschiedung am Ende des Tages äußerten viele den Wunsch, ein solches Fest spätestens
im nächsten Sommer zu wiederholen.
Kochevent in Meisenheim am 14.11.2025 (von Peter Hornung)
In der gut ausgestatteten Lehrküche der Ernährungsberaterin Silke Werle-Nerbas in Meisenheim verbrachten wir
einen wunderschönen Nachmittag in familiärer Atmosphäre.
In Zweierteams aufgeteilt, und unter fachlicher Begleitung, kreierten wir ein Menü mit frischem Smoothie, Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch.
Alle Gerichte waren eiweißarm und speziell auf die Ernährung bei Parkinson abgestimmt:
Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung für alle Teilnehmer.
Tolle Gemeinschaft hatte viel Spaß beim Kochen (von Karin Jung)
Im vergangenen Jahr hatte unsere Gruppenleiterin A. Brettnacher Frau Silke Werle Nerbas in unsere Gruppenstunde zu einem Vortrag über Ernährung bei M. Parkinson eingeladen.
Es war spannend über das Zusammenspiel -Medikamente und Ernährung zu erfahren.
Bei diesem interessanten Vortrag hat uns Frau Werle Nerbas zu einem Besuch in ihre Schulungsküche eingeladen. Natürlich zum Kochen.
Dieser Einladung sind 10 Personen gefolgt- 6 Betroffene und 4 Angehörige.
Wir konnten das vorgestellte Menü. selbst in der wundervollen Schulungsküche zubereiten . Mit allen Nahrungs- und Ernährungshinweisen:
Wir konnten einen Smoothie und ein 3 Gänge Menü zubereiten, was viel Spaß gemacht hat.
Beim Schnabulieren hatte die tolle Gemeinschaft eine gute Unterhaltung über alle Gerichte.
Es hat uns so gut gefallen, dass so einen Nachmittag gerne wiederholen würden.
Ein großes „ Dankeschön“ an Silke Werle Nerbas und an Anette, die beste Gruppenleitung!!!
Harmonisches Kochen bei netter Gastgeberin (von Karlheinz Seckler)
Es war ein sehr schönes und harmonisches Kochen und sehr lecker!
Die Teilnehmer haben super zusammengepasst und auch nicht zu vergessen ist die Vorbereitung, die durch unsere nette Gastgeberin erbracht wurde.
Hier noch einmal ein ein Lob an Silke nochmals herzlichen Dank